29.01.2026 – Feuer und Rauch an Land

Für heute ist ein geplantes Abbrennen auf der Insel geplant, wann es losgehen soll, wissen wir aber nicht. Einige Segler sind aus der Bucht verschwunden, wir warten erstmal ab…

Das Abbrennen ist nötig, da es auf den Inseln ein riesiges Müllproblem gibt, vor allem Plastik und Dosen verschmutzen sämtliche Strände, eine Müllentsorgung gibt es nicht, so wird alles von Zeit zu Zeit eben verbrannt.

Nach einem guten Frühstück machen wir da weiter, wo wir gestern aufgehört haben…im Salon schleifen wir die schlimmsten Wasserschäden weg, das heißt alles an Matratzen und Polster in die Vorschiffkajüte und los geht’s.

Gegen Mittag kommt ein Guna Boot mit Lebensmitteln, wir kaufen Obst, Gemüse, Bier und ein halbes Hähnchen, ziemlich teuer das Ganze,  33 $….

14 Uhr riecht es plötzlich verbrannt, das Feuer an Land beginnt, erst noch überschaubar, aber dann doch immer größer und es qualmt extrem. Wir beschließen zu flüchten. Mit dem Dingi fahren wir zu einer kleinen Nachbarinsel, Morrodup. Auf deutsch Schildkröten-Insel, aber Schildkröten sehen wir keine 🤣.

Das Wasser ist mal wieder glasklar, der Sand schneeweiß…wunderschön hier.

Eine kleine Hütte mitten auf der Insel, dort können wir etwas zu trinken kaufen. Die 4 Gunas, die uns heute mittag Gemüse verkauft haben, sind auch hier. Die Gunafrau, die abkassiert hatte, kommt auf uns zu, ruft „Minna, Minna“… und erklärt uns, dass wir zu viel bezahlt haben, sie hat sich wohl verrechnet…sie entschuldigt sich einige Male und gibt uns 10 $ zurück. Das ist schon ziemlich nett und sehr ehrlich, wir sind total erstaunt und überwältigt…

Sie laden uns ein, uns zu ihnen zu setzen, wir lernen ein paar neue Wörter Guna, die Leute sind äußerst gastfreundlich, das erleben wir immer wieder….

Als der Rauch sich verzieht, das Abbrennen beendet scheint, machen wir uns auf den Weg zurück zur Minna. So richtig viel Lust auf schleifen haben wir nicht mehr, wir räumen auf und verschieben es auf morgen.

Wir kaufen Obst, Gemüse und was man sonst noch so braucht

Es qualmt ordentlich…

Wir flüchten nach Morrodup

Tomalandu, Prost auf Guna 🤣🤣

 

Der wandert gleich in den Topf 😒🫣

28.01.2026 – nicht viel Neues

Auch heute haben wir uns um unsere Minna gekümmert, es ist schön zu sehen, wie es schöner wird, innen und außen…

Eigentlich sollte heute ein geplantes Abbrennen auf der Insel stattfinden, aber in der Whatsapp Gruppe, die hier in der Ankerbucht sehr aktiv ist, wurde am Vormittag bekannt gegeben, dass dieses auf morgen verschoben wurde. Mal sehen, ob wir dann hier weg müssen..

Am Vormittag testen wir erstmalig Lebensmittel online zu bestellen, ein findiger, geschäftstüchtiger Guna bietet seinen Onlinezugang bei einem großen Lebensmittelmarkt am Festland an. Man ändert einfach die Kreditkartendaten und bezahlt, schickt ihm einen Screenshot von der Bestellung und er holt es dort ab und liefert direkt zum Boot. Für den Transport bekommt er eine Provision..Ein super Service 👍👍

Ansonsten das Leben seinen schon fast gewohnten Gang, basteln und am Nachmittag mit dem Dingi los. Unsere Taucherbrillen nehmen wir heute mit, es gibt ein kleines Riff. Wir wollen Fische gucken. Hoffentlich nur Kleine, denn im Dezember 25 wurde hier ein Segler von einem Krokodil gebissen und Ammenhaie und Riffhaie sind hier auch zu Hause…

Mit dem Dingi zurück zur Minna

27.01.2026 – die Minna braucht Liebe

…und deshalb werklen wir weiter, wir lackieren, bessern aus, schleifen…alles was die letzten Monate und Jahre liegen geblieben ist…die Doradelüfter werden neu, nun auch auf dem Vorschiff. Die Teakumrandung an der vorderen Luke wird geschliffen und frisch lackiert. Andreas schleift derweil innen, das ist nicht so toll…der Staub muss jeden Abend verschwinden, schließlich wohnen wir da, aber es wird Zeit, dass auch innen was passiert. Bis zum frühen Nachmittag arbeiten wir, dann müssen wir auch mal von Bord.

Am Strand treffen sich so ziemlich alle Segler, die hier mit ihren Booten liegen. Kanadier, Amerikaner, Schweden, Franzosen, Schweizer, Spanienier und auch einige Deutsche. Es wird ein netter Nachmittag mit neuen Bekanntschaften.

   Der Schreibtisch schon lackiert 👍

Doradenhalterung frisch lackiert

Die vordere Luke kann sich nun auch wieder sehen lassen

Angekommen am Dingi-Dock

Ein deutsches Segler-Paar kennengelernt 👍

Zum Abendessen gibt’s Kokosnusswasser 😉

26.01.2026 – Landgang Cayos Holandes

Am Vormittag basteln wir, wie fast jeden Vormittag, an der Minna. Einige Lackierarbeiten sind fällig, innen, wie außen.

Wenn wir genug von Schleifstaub und Chaos haben, beenden wir die Arbeit.

Wir fahren an Land, umrunden die Insel, begrüßen Ibin. Er hat auf der anderen Seite ein Restaurant und seit Neuestem kann man auch kleine Cabañas über dem Wasser mieten. Bei ihm essen wir heute ausnahmsweise mal, ansonsten kochen wir lieber selbst an Bord.

Die Kulisse ist traumhaft schön. Wir baden, schnorcheln und liegen in Hängematten.

Eine kleine Bar bietet Getränke an…Was will man mehr?

   

 

Egal welche der 365 Insel im Guna Yala Gebiet, es ist überall traumhaft und erfüllt das Klischee