11.01.2026 – und ein weiterer Basteltag

Andreas repariert ein Stück Reeling, wir haben einiges an Holzstücken und sämtliches Werkzeug an Bord. Die letzten Jahre haben uns gelehrt, alles Mögliche und Unmögliche aufzubewahren, irgendwann braucht man es vielleicht, erst recht bei einem so alten Boot, wie unsere Minna. Ich muss mich nochmal mit Abdicht-Arbeiten beschäftigen. Es regnet immer noch über der Küche und einer Koje im Vorschiff rein, meine Arbeit der letzten Tage scheint nichts genützt zu haben 🫣😒 aber jetzt bin ich mir sicher, die undichten Stellen gefunden zu haben. Fotos gibt’s davon leider nicht, ich war zu beschäftigt und mit Panterra beschmiert 🤣🤣

Andreas beim Werkeln

10.01.2026 – mit dem Bus nach Colon

Gleich nach dem Frühstück machen wir uns auf den hochinteressanten und sehr beschwerlichen Weg nach Colon. Die Bushaltestelle ist direkt bei der Marina, der Bus sammelt uns kurz nach 10.00 Uhr auf. Ohrenbetäubend laute Musik begleitet uns nun die nächsten zwei Stunden. Je näher wir der Stadt kommen, umso voller wird es. Bald stehen auch im Mittelgang Leute. Bei diesen Temperaturen und der Fahrweise ganz schön sportlich…wir haben Sitzplätze, öffnen die kleinen Schiebefenster, so ist es auszuhalten.

In Colon wollen wir in ein uns bekanntes, großes Einkaufszentrum. Erst ein bisschen Kleinkram shoppen, dann zu Rey, ein Lebensmittelladen, hier bleibt kein Wunsch offen. Wir packen unseren Hackenporsche randvoll, wir müssen Vorräte anlegen für die nächsten Wochen in San Blas…

Dann lassen wir uns von einem super freundlichen Taxifahrer für 3 $ zum Busbahnhof bringen. Die Rückfahrt ist noch viel spannender. Ein uralter, klapriger, ehemaliger US-Schulbus wartet schon. Der Fahrer steigert sich immer mehr, bald rast er wie ein Irrer auf den oft sehr engen Straßen. An der offenen Tür hängt sein halbwüchsiger Sohn und ruft schon von weiten den wartenden Leuten zu, fix reinzuspringen. Die Beiden scheinen es eilig zu haben 🤣🤣. So eine verrückte Fahrt habe ich noch nie erlebt, auch hier ist spanische Musik angesagt, in einer Lautstärke, die kein Gespräch zulässt….

Gegen 19.00 Uhr steigen wir vollkommen ko aus diesem Ungetüm, wir sind froh, heil angekommen zu sein 🤣🤣🤣

Auf den Bus warten

Bevor man in irgendeinen Laden möchte, muss man große Taschen oder Rucksäcke abgeben, Diebstahl fast unmöglich 😉

Eine große Auswahl…

Zurück zum Busbahnhof mit dem Taxi

Eine verrückte Fahrt beginnt

diese alten Schulbusse fahren hier sehr viel, ein echtes Abenteuer damit unterwegs zu sein…

09.01.2026 – die Minna ist ein Zeitdieb

Keine Ahnung, wo die Zeit bleibt, kaum dass wir gefrühstückt haben brennt die Mittagssonne. Im Inneren der Minna zu arbeiten ist fast unmöglich, an Deck habe ich mir die Schultern verbrannt…aber es geht weiter gut voran. Wahrscheinlich werden wir Mitte nächster Woche Richtung San Blas aufbrechen. Am Nachmittag besucht uns Simon, ein deutscher, junger Mann, der schon lange hier und in Kolumbien lebt…

Da ich mich fürs Knacken aller Kokosnüsse verantwortlich fühle, hält mich auch die Hitze nicht davon ab, uns zu köstlichem Kokosnusswasser zu verhelfen 🤣😉

Es ist ziemlich mühsam an die Nuss zu gelangen

aber es lohnt  sich

fachsimpeln über Batterien, Solarpaneele und was sonst das Herz eines Seglers höher schlagen lässt 😎

fast alle Autos haben nur hinten ein offizielles Nummernschild, vorn steht dann eben mal:

„God is Love“   wo er Recht hat, hat er Recht

08.01.2026 – unser innerer Rhythmus passt sich an….

….wir werden langsamer, entspannter, die Menschen hier zeigen uns, wie’s geht 😉

Auch die wirklich extreme Hitze, vor allem in der Mittagszeit, lässt uns alles langsamer angehen, es ist aber schon einiges repariert und angehübscht auf der Minna…

Aber heute müssen wir einkaufen gehen, zu Fuß mit dem „Hackenporsche“ machen wir uns auf den Weg nach Puerto Lindo, unterwegs pflücke ich von einem mir nicht bekannten Baum eine große Frucht. Später stellt sich heraus, es ist eine Kalebasse, nicht essbar, aber für die Herstellung eines Gefäßes geeignet. Sie muss ca ein Jahr trocknen. Ich werde sie an Bord im Freien aufhängen…

Das Einkaufen ist immer interessant, so ganz anders als zu Hause. Wir finden aber so ziemlich alles, was wir brauchen. Die Menschen sind alle sehr hilfsbereit und freundlich.

Später werden wir wieder mit einem frischen Brot von Patrick beliefert. Andreas muss ihn anschließend zum Dingi-Dock schleppen, weil sein Motor wieder mal streikt 🤣

Die Abende sind am angenehmsten, die Sonne knallt nicht mehr, es ist herrlich in der Plicht abzuhängen…

Sa liegt sie, die Minna…

Ab geht er 🤣🤣🤣

Ein Kalebassenbaum

Alles etwas kleiner, als bei uns

Die Klimaanlage tut selbst den Katzen gut

Patrick und Rambo

Rambo ist zu Andreas ins Dingi gesprungen 🤣🤣