23.01.2026 – Hurra, der Anlasser ist da

Nach fast einer Woche trifft unser reparierter  Anlasser wieder ein. Die Lieferung hatte sich etwas verzögert. Jean , ein Italiener,  hatte erst seine Abfahrt aus der Linton Bay Marina verschoben, da das Wetter und die Wellenhöhe zu heftig waren. Als dann ein ideales Wetterfenster kam , stellte sich heraus dass seine Ankerwinde mukte. Ohne funktionierende Ankerwinde geht es nun mal nicht in den San Blas Inseln, da es hier keine Häfen gibt. Also wieder ein Tag später. Als Jean endlich hier in Chichime eintrifft , fahren wir mit dem Dingi gleich rüber und holen das schwere Teil , den Anlasser, ab. Zusätzlich nehmen wir Zigaretten für Freunde mit, die warten schon drauf 🤣

Am frühen Abend treffen wir uns mit Lucas, Fabia und deren kleiner Tochter, Lumi. Die drei sind auf ‚Durchreise“ Richtung Linton.

Nun nur noch einbauen und der Motor springt wieder an. Aber so einfach ist es dann doch nicht…trotz repariertem Anlasser sagt der Motor kein Mucks. Andreas ruft Lucas an, einen deutschen Segler, der auch gerade hier in der Bucht mit Frau und Kind liegt. Er kommt noch am Abend rüber. Es scheint zusätzlich ein Relais defekt zu sein. Per Überbrücken lässt sich der Motor aber erstmal starten, morgen früh wird Andreas per Videocall mit dem Mechaniker in Linton telefonieren.

Wir fühlten uns manchmal ganz schön hilflos ohne Motor. Wenn der Anker nicht gehalten hätte wäre es ganz schön kritisch geworden .

Ein gemütlicher Abend, im Hintergrund wartet die Minna auf uns

Dimar hat ihn perfekt verpackt

   

Am Abend muss noch geschraubt werden

22.01.2026 – der Transport verzögert sich

Wir haben so sehr gehofft, dass Jean heute nach Chichime kommt und den Anlasser dabei hat. Am Vormittag meldet er sich, seine Ankerwinde funktioniert nicht, so kann er nicht starten, das muss erst repariert werden. Überall das Selbe, so eine Reise besteht mehr aus reparieren, als segeln 😉🤣

Es gibt unter Seglern einen lustigen Spruch: Langfahrt bedeutet sein Boot in den schönsten Ankerbuchten der Welt zu reparieren….

Genauso ist es…

Also warten wir noch einen Tag.

Gestern haben wir davon gehört, dass hier die portugiesische Galeere unterwegs ist, eine echt gefährliche Quallenart und heute Morgen schwimmt genauso eine Qualle direkt an der Minna vorbei…

Wir vertreiben uns die Zeit mit Ausbesserungsarbeiten am Boot, irgendwann kommt ein Gemüseboot und wir decken uns mit allerlei Grünzeug ein…

 

Die portugiesische Galeere, mir ihr ist nicht zu spaßen

Die Jungs haben (fast) alles dabei…

21.01.2026 – das Wetter….

….das Wetter ist heute nicht so gut, um von Linton hierher zu segeln, das teilt uns Jean mit. Er hat unseren Anlass bei sich an Bord und wollte eigentlich heute nach Chichime kommen. Somit müssen wir noch einen weiteren Tag warten….so ist das halt beim segeln….was nicht geht, geht nicht…

Wir vergnügen uns an Land, auf der Insel. Dort treffen wir die Familie von gestern wieder. Einer der Männer bemalt hier die kleinen Caracas, wunderschöne, farbenfrohe Bilder entstehen. Uns wird viel gezeigt und erklärt, die Bilder zeigen meist das einfache Leben der Gunas.

Als wir schwimmen gehen, machen sie uns auf eine hochgiftige Quallenart aufmerksam, die momentan hier öfter gesichtet wird. Die portugiesische Galeere, schimmert lila, hat bis zu 50 Meter lange Tentakel, die schwere, manchmal tödliche Verbrennungen hervorrufen. Nun sind wir natürlich sehr vorsichtig, so etwas können wir nicht gebrauchen.

Am Abend briest der Wind kräftig auf, wir können weiterhin nur hoffen, dass der Anker hält…

Ein Einbaum, damit Fischen die Gunas

 

Auf dem rechten Bild ist der Künstler zwischen uns

Die QR Codes wurden uns wärmstens empfohlen

20.01.2026 – noch immer können wir nicht weiter

Wir hängen immer noch hier vor Chichime und sind froh, dass der Anker tut, was er soll…halten!

Ansonsten hätten wir ein echtes Problem, da wir völlig manövrierunfähig sind. Der Anlasser sollte morgen mit einem Segler zu uns gebracht werden, aber Wind und Wellen sind ziemlich hoch, er hat uns informiert, dass er erst Mittwoch kommen wird. Dafür haben wir vollstes Verständnis….

Um uns die Zeit zu vertreiben und nicht ununterbrochen an der Minna zu basteln, fahren wir am Nachmittag zu einer kleinen Nachbarinsel von Chichime. Sie ist viel kleiner, als Chichime und bewohnt von einer Guna-Familie. Wir bekommen etwas zu trinken und als wir nach Essen fragen, werden wir zu einem gerade gekommenen Fischerboot geholt. Wir können uns jeweils einen Fisch aussuchen, direkt aus dem Boot. Gemeinsam mit den gastfreundlichen Leuten essen wir wenig später einen Redsnapper mit Kokosreis und Salat. Außer ein Guna können alle nur spanisch und guna, aber mit Händen und Füßen verstehen wir uns trotzdem. Andreas kann seinen spanischen Wortschatz anwenden, täglich kommen einige Wörter dazu 😉

Diese Fähre ist vor einigen Jahren hier auf ein Riff gelaufen, so wollen wir nicht enden 🤣

Wir suchen uns unser Abendessen selbst aus

Die Familie bereitet uns den Fisch zu

   Ein schöner Nachmittag